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Weiterführende Infos rund um Bildung und Beruf

Thema Migration & Berufswelt

Globalisierung und Interkulturalität prägen heute zunehmend unsere Gesellschaft. Interkulturelle Kompetenz wird immer mehr als wichtige und zukunftsträchtige Schlüsselkompetenz gesehen. In der öffentlichen Diskussion stehen aber oft die Konflikte, Missverständnisse und Vorurteile im Mittelpunkt, die aus dem Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Menschen mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft und Kultur entstehen können. Dieses Zusammenwachsen bietet aber ebenso viele Chancen: Chancen voneinander zu Lernen, den eigenen Horizont für Neues und Unbekanntes zu öffnen und damit Verständnis für andere zu entwickeln.

Die Gründe, warum Menschen dauerhaft oder vorübergehend ihr Geburtsland verlassen und in einem anderen Land leben und arbeiten sind vielfältig:

  • Flucht vor Kriegen, Umweltkatastrophen, Hungersnöten und politischer oder religiöser Verfolgung
  • Suche nach besseren Lebensbedingungen, Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten
  • Familiennachzug
  • zu Aus- oder Weiterbildungszwecken, auch im Rahmen von Austauschprogrammen
  • Sammlung von Auslandserfahrung im Rahmen von Ausbildungen, Trainee-Programmen
  • um Sprachen besser zu lernen
  • Entsendung durch das Unternehmen in ausländische Niederlassungen
  • Nutzung von Karrierechancen und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten
  • usw.

Schon diese grobe Aufzählung lässt die Vielzahl möglicher Motive erahnen. Von Migration spricht man allerdings erst bei einem dauerhaften Wohnsitzwechsel (also nicht etwa bei vorübergehenden Studien- oder Arbeitsaufenthalten, Au-Pairs oder bei Saisonarbeitskräften).

Die Statistik. Die Zuwanderung nach Österreich betrug im Jahr 2025 rund 161.000 Menschen (davon 16.700 mit Asylansuchen), gleichzeitig wanderten rund 131.000 (davon 19.300 Österreicher*innen) ab.
Übrigens: im selben Zeitraum sind innerhalb Österreichs 745.000 Menschen an einen anderen Ort gezogen.
(Quelle: Statistik Austria)

Das Ausländerbeschäftigungsgesetz. Die Beschäftigung von Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft, wird in Österreich durch das Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) geregelt. Je nach Voraussetzungen können verschiedene Berechtigungen ausgestellt werden, die den Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt ermöglichen:

  • Aufenthaltsbewilligung (für befristeten Aufenthalt)
  • Niederlassungsbewilligung (in unterschiedlichen Formen, mit unterschiedlichem Zugang zum Arbeitsmarkt)
  • Rot-Weiß-Rot – Karte, Rot-Weiß-Rot – Karte plus, Blaue Karte EU,
  • Entsendebewilligung oder Anzeigebestätigung,
  • Daueraufenthalt – EU (Daueraufenthalt – EG): unbeschränkter Arbeitsmarktzugang kombiniert mit unbefristetem Aufenthaltsrecht,
  • Brexit – Aufenthaltstitel Art. 50 EUV
  • und andere

Eine Berechtigungen muss jedenfalls bereits vor Beginn der Beschäftigung, also vor Arbeitsaufnahme, vorliegen.

Vom Ausländerbeschäftigungsgesetz (AuslBG) ausgenommen sind u. a. (keine vollständige Aufzählung):

  • EWR- und EU-Bürger*innen und Schweizer Staatsbürger*innen (für Staatsangehörige aus neuen EU-Mitgliedstaaten – derzeit Kroatien – gelten Übergangsregelungen)
  • Ausländer*innen, denen in Österreich mittels Bescheid Asyl gewährt wurde
  • subsidiär Schutzberechtigte, die diesen Status seit mehr als einem Jahr innehaben (das sind abgelehnte Asylwerber*innen, die aus verschiedenen Gründen nicht abgeschoben werden können, z. B. weil im Heimatland Krieg herrscht)
  • ausländische Ehegatten/Ehegattinnen und minderjährige Kinder (bis 21 Jahre) von Österreicher*innen, EWR-Bürger*innen oder Schweizer Staatsbürger*innen
  • Angehörige bestimmter Berufsgruppen, z. B. Diplomatie, Lehrende und Forschende, Pflege (gilt mit div. Einschränkungen für Menschen aus den neuen EU-Mitgliedstaaten)

Für Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund gibt es in Österreich div. Integrations- und Förderprogramme (z. B. Sprachkurse, multikulturelle Projekte, juristische Beratung und Begleitung für Migrant*innen) die den Einstieg in das gesellschaftliche und berufliche Leben ermöglichen und erleichtern sollen.

Detailliertere Informationen haben wir in folgendem Dokument zusammengestellt: Migration und Arbeitswelt

Informationen und Links